Zweckverband zur Wasserversorgung im Landkreis Regensburg-Süd
Störfallannahme

 

Bei Störfällen oder Rohrbrüchen rufen Sie bitte unter der Rufnummer 09406/94100 und außerhalb der Geschäftszeiten entweder die Rufnummer 09406/94100 oder 0172/7596540 oder 0172/7594723 an.

Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgungs- und Entsorgungsunternehmen Niederbayern/Oberpfalz

Sitzung des Werkausschusses am 28. November 2017


Am 28. November 2017 behandelte der Werkausschuss unter Vorsitz von Herrn Verbandsvorsitzendem Josef Peutler folgende Themen:

1. Aktualisierung des Fernwirksystems des Zweckverbandes

Da die Telekom ihr Festnetz auf IP umstellt ist eine Umrüstung des Fernwirksystems des Zweckverbandes mit Softwareupdate notwendig. Herr Hofmann vom Ingenieurbüro HPE stellte in der Sitzung dem Werkausschuss die Ergebnisse der Vorplanung für die Umrüstung und Erweiterung des Fernwirksystems vor. Im Rahmen der Vorplanung wurden folgende 3 Varianten ausgearbeitet:
- Variante 1: Alte Geräte mit S 5-Programmen, geschätzte Kosten 104.125,00 € brutto,
- Variante 2: Neue Geräte mit neuen Programmen, geschätzte Kosten 129.412,50 € brutto,
- Variante 3: Erneuerung der Fernwirktechnik, sowie nachgeschaltete SPS, geschätzte Kosten 116.173,75 € brutto.

Auf Vorschlag der Verwaltung beschloss der Werkausschuss, dass das Ingenieurbüro HPE, Johanniskirchen, beauftragt wird, die Entwurfsplanung für die Umrüstung und Erweiterung des Fernwirksystems des Zweckverbandes auf der Basis der Alternative 3 der Vorplanung zu erstellen. Die Variante 3 bietet eine größere Flexibilität, da die Fernwirktechnik von der Automatisierungstechnik entkoppelt wird.

2. Auftragsvergabe für den Neubau der Wasserleitung im Baugebiet Luckenpaint-Nord, Gemeinde Thalmassing

Der Werkausschuss vergab den Auftrag für den Neubau der Wasserleitung im Baugebiet „Luckenpaint-Nord“ in der Gemeinde Thalmassing an die Firma Ludwig Rieder, Bayerbach. Die Auftragssumme beträgt 34.489,21 € brutto.

3. Auftragsvergabe für die Beschaffung von Wasserzählern

Den Auftrag für die Beschaffung von 2.016 Wasserzählern im Jahr 2018 erhält die Fa. Diehl, Ansbach, aufgrund Ihres Angebotes vom 09.11.2017. Die Auftragssumme beträgt 71.393,93 € brutto.

4. Behandlung der Berichte über die Abschlussprüfung und über die örtliche Rechnungsprüfung für das Jahr 2016

Verbandsvorsitzender Josef Peutler teilte dem Werkausschuss mit, dass, wie bereits in der Werkausschusssitzung am 27.07.2017 informiert, die Gewinn- und Verlustrechnung 2016 einen Jahresverlust von 252.420, 87 € ergibt. Gemäß des Wirtschaftsplanes für das Jahr 2016 war mit einem Jahresverlust von 88.000,00 € kalkuliert worden. Der ausgewiesene Verlust ist auf die Rückstellung für die Gebührenüberdeckung zurückzuführen. Ohne diese Rückstellung hätte sich kein Verlust sondern ein Gewinn von 226.491,04 € ergeben.

Die Bilanz zum 31.12.2016 weist sowohl auf der Aktivseite wie auf der Passivseite eine Summe von 22.122.480,98 € aus. Die Bilanzsumme liegt damit um 1.392.207,19 € unter dem Vorjahresbetrag. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Anlagenzugänge niedriger sind als die Abschreibungen und der Kassenbestand auf Grund der außerordentlichen Darlehenstilgung gesunken ist.

Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband erteilte folgenden Bestätigungsvermerk: „Die Buchführung und der Jahresabschluss entsprechen nach unserer pflichtgemäßen Prüfung den Rechtsvorschriften und der Verbandssatzung. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Zweckverbandes und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die wirtschaftlichen Verhältnisse wurden geprüft; sie sind von den Vorgaben des KAG geprägt und geben keinen Anlass zu Beanstandungen.“

Die örtliche Rechnungsprüfung durch den Prüfungsausschuss erfolgte am 06.09.2017. Die örtliche Prüfung des Jahresabschlusses 2016 ergab keine Beanstandungen.

Der Werkausschuss nahm den Bericht des Abschlussprüfers und den Bericht über die örtliche Rechnungsprüfung zur Kenntnis und empfahl der Verbandsversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses 2016 und zugleich die Entlastung.

5. Abschluss eines Vertrages mit der Autobahndirektion Südbayern über die Erneuerung und Umverlegung einer Wasser- und einer Abwasserleitung im Bereich der Autobahn A 3 bei Neutraubling

Im Rahmen des 6-streifigen Ausbaus der Autobahn A 3 ist auch eine Umverlegung einer Wasser- und Abwasserleitung des Zweckverbandes im Bereich von Neutraubling notwendig. Im Rahmen dieser Baumaßnahme soll auch die in einem Schutzrohr verlegte Wasserleitung DN 400, die die Autobahn kreuzt, erneuert werden. Sämtliche anfallende Kosten, mit Ausnahme der Kosten für die Erneuerung der Wasserleitung im Kreuzungsbereich, trägt die Autobahndirektion Südbayern.

Der Werkausschuss ermächtigte den Verbandsvorsitzenden bezüglich der Erneuerung und Umverlegung einer Wasser- und Abwasserleitung im Bereich der Autobahn A 3 bei Neutraubling mit der Autobahndirektion Südbayern eine Baudurchführungsvereinbarung abzuschließen. In dieser Vereinbarung ist auch zu regeln, dass die Wasserleitung, die bei Neutraubling die Autobahn A 3 quert, auf Kosten des Zweckverbandes zu erneuern ist.

6. Neuabschluss eines Wasserlieferungsvertrages mit der REWAG zur gegenseitigen Notwasserversorgung

Zur Sicherung der Wasserversorgung der REWAG beabsichtigt der Zweckverband die Wasserlieferungen an die REWAG in einer Notsituation zu erhöhen. Die Wasserlieferung soll über die Übergabepunkte bei Scharmassing, Neutraubling und Donaustauf erfolgen.

Der Werkausschuss empfahl der Verbandsversammlung den vorgelegten Entwurf eines neuen Wasserlieferungsvertrages zwischen der REWAG und dem Zweckverband zur Wasserversorgung Landkreis Regensburg-Süd zur gegenseitigen Notwasserversorgung zuzustimmen.

7. Abschluss einer Zweckvereinbarung mit der Gemeinde Wiesent

Der Zweckverband zur Wasserversorgung Landkreis Regensburg-Süd ist seit dem 01.10.2017 auch für die Wasserversorgung der Gemeindeteile Bach und Frengkofen, Gemeinde Bach, zuständig.
Die Anwesen Wörther Str. 6, 7 und 8, in unmittelbarem westlichen Anschluss an den Ort Kruckenberg, Gemeinde Wiesent, wurden bisher nicht von der Gemeinde Bach sondern von der Gemeinde Wiesent mit Wasser versorgt.

Der Werkausschuss empfahl der Verbandsversammlung die Wasserversorgung für die genannten Anwesen durch den Abschluss einer Zweckvereinbarung mit der Gemeinde Wiesent zu regeln.

8. Abschluss eines Wasserlieferungsvertrages mit der Gemeinde Wiesent

Die Gemeinde Wiesent hat den mit der Gemeinde Bach bestehenden Wasserlieferungsvertrag mit Wirkung zum 30.04.2018 gekündigt. Der Grund für die Kündigung war, dass die Wasserversorgung der Gemeinde Bach vom Wasserzweckverband übernommen wird und der Zweckverband beabsichtigt die gesamte Gemeinde Bach mit eigenem Wasser zu beliefern.

Sowohl für die Gemeinde Wiesent als auch für den Zweckverband zur Wasserversorgung Landkreis Regensburg-Süd ist jedoch die Aufrechterhaltung eines Notverbundes von großem Interesse.

Der Werkausschuss empfahl der Verbandsversammlung den Abschluss eines Wasserlieferungsvertrag mit der Gemeinde Wiesent für eine gegenseitige Notversorgung.


9. Änderung der Wasserabgabesatzung

Da auch an den Zweckverband des Öfteren bereits der Wunsch auf den Einsatz von elektronischen Wasserzählern herangetragen wurde sollen dafür auch die satzungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Notwendig ist hierzu eine Änderung des § 19 der Wasserabgabesatzung.

Der Werkausschuss empfahl der Verbandsversammlung eine entsprechende Anpassung dieser Satzung.

10. Informationen; Verkeimung des Trinkwassers im östlichen Teil von Pfatter

Verbandsvorsitzender Josef Peutler berichtete, dass zur Kontrolle der Wasserqualität nach Umbauarbeiten von Wasserleitungsarmaturen in Pfatter der Keim „Pseudomonas aeruginosa“ festgestellt wurde.

Nach Bestätigung der Befunde am 02.10.2017 wurde jeder Abnehmer noch am selben Tag per Handeinwurf-Zettel von der mündlichen Abkochanordnung des Gesundheitsamtes sowie der Transportchlorung des Trinkwassers informiert. Eine weitere schriftliche Verbraucherinformation per Handzettel erfolgte nach dem schriftlichen Bescheid des Staatlichen Gesundheitsamtes vom 04.10.2017 mit einer medizinischen Bewertung des Keims Pseudomonas aeruginosa.

Sämtliche Verbraucherinformationen konnten auch auf der Homepage des Zweckverbandes eingesehen werden.

Erfreut konnte Verbandsvorsitzender Josef Peutler berichten, dass die Ergebnisse der Trinkwasseruntersuchungen, die der Zweckverband heute erhalten hat einwandfrei sind und das Netz in Pfatter somit derzeit als keimfrei zu betrachten ist.

Auch diese Information wird den betroffenen Kunden im Ort Pfatter per Handzettel mitgeteilt.

Werkleiter Georg Senft wies die in der Presse gegenüber dem Zweckverband erhobenen Vorwürfe in Zusammenhang mit der Verkeimung des Trinkwassers in Pfatter zurück. Der Zweckverband hat so schnell als irgendwie möglich sehr umfassend und detailliert über die Verkeimung des Trinkwassers informiert, sowohl durch Handzettel als auch über die Homepage des Zweckverbandes. Durch die schnelle Reaktion, insbesondere auch auf der Basis eines bestehenden Vertrages, konnte der Zweckverband auch sehr früh eine geeignete Chlorierungsanlage installieren, so dass das vom Staatlichen Gesundheitsamt angeordnete Abkochgebot nur wenige Tage in Kraft war.


11. Anfragen und Anregungen an die Verwaltung

Herr 1. Bürgermeister Johann Thiel beantragte den Bau einer Ringleitung zwischen den Gemeindeteilen Friesheim und Eltheim. Eine Ringleitung würde zu einer höheren Versorgungssicherheit führen und wäre gerade bei Wasserabsperrungen sehr nutzbringend. Diese Baumaßnahme könnte eventuell koordiniert werden mit dem Bau einer Wasserleitung zur geplanten PWC-Anlage an der Autobahn A 3 im Bereich von Eltheim.

Werkleiter Georg Senft teilte hierzu mit, dass diese Überlegung von der Verwaltung des Zweckverbandes bereits angestellt wurde. Eine Umsetzung hat sich jedoch auf Grund der zeitlichen Verschiebung der Errichtung der PWC-Anlage verzögert.